[Article 285]Tonangel: Ein Workshop für auditive Wahrnehmung (Stefan Militzer & Lasse-Marc Riek) – 29.05, 19. & 20.06.2010

29.05.2010: Der erste Workshop eröffnet einen Raum des Hörens jenseits aller Alltagsgeräusche. Vor den Teilnehmenden liegt eine akustische Entdeckungsreise durch die Klänge des Alltags und die experimentelle Musik. Kleine Einführungen in die Thematik, Hörübungen und Hörspaziergänge werden sie den Geräusche der uns umgebenden Umwelt näher bringen.

19. & 20.06.2010: Im zweiten Workshop erproben wir unsere Hörsensibilität an Orten und Geräuschen der eigenen Wahl. Nach einer Einführung in die Technik von Mikrophonen und Aufnahmegeräten werden Konzepte für eigene Feldaufnahmen entwickelt und verwirklicht. Kopfhörer müssen jeweils von den Teilnehmenden mitgebracht werden. Am Tag darauf werden wir das aufgenommene Rohmaterial gemeinsam anhören und uns über unsere Eindrücke und Erfahrungen austauschen.

Beide Workshops können getrennt besucht werden. Sie finden jeweils ab 10 Uhr im Institut für Neue Medien (http://www.inm.de) in der Schmickstr. 18 in Frankfurt statt. Die Teilnahmegebühr für den Workshop am 29.05. beträgt 15 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf 18 beschränkt. Die Teilnahmegebühr für den Workshop am 19. & 20.06. beträgt aufgrund der Gerätemiete 45 Euro. Die Technik wird in Kleingruppen gemeinsam genutzt. Wer Rekorder und Mikrophon selbst mitbringt zahlt einen Teilnehmerbeitrag von 15 Euro. Die Teilnehmerzahl für diesen Workshop ist auf 12 Personen begrenzt. Getränke, kleine Snacks und Schlafbrillen für die Hörspaziergänge werden gestellt.

 

Dr. Stefan Militzer studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte in Dresden, Tübingen und Colchester. Promotion am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat wissenschaftliche Seminare, aber auch Workshops zu Kreativtechniken und Theaterspiel geleitet. Militzer hat zahlreiche Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern vorzuweisen. In seiner künstlerischen Arbeit sucht er nach den Überlagerungen sinnlicher und sprachlicher Erfahrungen: Er führt Regie am Theater und ist Gründungsmitglied im Verein zur Förderung von Phonographie und experimenteller Musik.

 

Lasse-Marc Riek bedient sich in seinem Schaffen unterschiedlicher Ausdrucksformen. Seine Arbeiten sind interdisziplinär und lassen sich in Werkgruppen fassen, die der Bildenden Kunst sowie der Klangkunst angehören. Seine klangkünstlerischen Arbeiten lassen sich mit den Begriffen Field Recording, Bioakustik und Soundscapes beschreiben. Hier arbeitet Riek mit der akustischen Feldaufnahme, die er mit diversen Aufnahmemedien festhält, editiert, archiviert und in unterschiedlichen Zusammenhängen vorstellt.
Seit 1997 ist er mit Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen und Projekten international tätig und hat in Galerien, Künstlerhäusern, Kirchen und Museen gastiert. Seit 1998 zahlreiche Tonträgerveröffentlichungen auf internationaler Ebene. Seit 2002 Radiophone Kompositionen für das Deutschlandradio, den Hessischen Rundfunk, den Rundfunk Berlin-Brandenburg und den Österreichischen Rundfunk. Stipendien, Auszeichnungen und Artist-in-Residence-Programme hat er in Deutschland, Finnland, Polen, Portugal, Frankreich und Afrika wahrgenommen.
Seit 2003 Mitbegründer des Audioverlages Gruenrekorder, welcher sich auf Soundscapes, Field Recordings und elektro-akustische Kompositionen konzentriert und in diesen Zusammenhängen mit Künstlern und Wissenschaftlern auf internationaler Ebene agiert. Seit 2006 erweitert Riek seine Tätigkeit mit Vorträgen und Workshops in Zusammenarbeit mit Universitäten und Kunsthochschulen wie z.B. in Hamburg, Braunschweig, Leipzig, Kiel, St. Pölten und Wien. Er ist Gründungsmitglied im Verein zur Förderung von Phonographie und experimenteller Musik, Mitglied im Europäischen Forum Klanglandschaft und der Wildlife Sound Recording Society.

http://www.lasse-marc-riek.de


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