[Article 237]14.03.2014: Konkret zu abstrakt – Phirnis/ Euphoric Hum

Konkret zu Abstrakt (D)

Konkret zu Abstrakt ist ein Live-Duo mit einzigartiger Performance-Qualität. Sie spielen im Kunstverein, im Festivalzelt, in den Niederlanden, im Stadion, im Club oder im Hauptbahnhof neben der Rolltreppe. Ihr elektroakustischer Sound ist ein Mix aus DadaHall, Rotostyle, Crossdub und Digitaljazz.

Ralf Haarmann spielt Melodikas, Luftballons, Mandolinen, Geigenbögen, Klanghölzer, Rückkopplungen und Fundsachen: alles live-elektronisch in Echtzeit manipuliert, gesampelt und geloopt.

Frank Niehusmann schlägt auf alles, was wie Samples aussieht: Klänge von Baumaschinen, Küchenunfällen, Klavierakkorden oder extraterrestrischen Signalen. Sein elektronisches Schlagzeug ist „gehackt“: ein Algorithmus für serielle Aleatorik sorgt permanent für fröhliche Unübersichtlichkeit und improvisatorisches Komponieren.

Die „Technik“ wird bei Konkret zu Abstrakt charmant als „Mittel zum Problem“ positioniert – virtuos und präzise achten die beiden Sturmspieler Haarmann und Niehusmann darauf, daß ihre Musik nie zu komponiert erscheint. Alles was verdächtig synchron daherkommt, wird schnellstens aus dem Takt gebracht. Und doch: diese Musik ist professionell auf Knirsch gewuchtet.

Ralf Haarmann und Frank Niehusmann machen Neue Musik mit modernen Computern im Dialog: es klopft. Es klingelt!? Ja: Es flötet, singt, blubbert, poltert, brummt, gongt, donnert, zirpt, knallt, fiept, flüstert, dröhnt, kratzt, läutet, quietscht, kräht, kichert, kracht, piept, trommelt, summt, rattert, säuselt, gurgelt, murmelt, plätschert, knistert, wispert, bollert, furzt, tickt, pumpt, rockt, orgelt und lacht.

Konkret zu Abstrakt

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Phirnis / Euphoric Hum (D)

Kai Ginkel (aka Phirnis) arbeitet ausschließlich mit einem Laptop. Mit diesem kreiert er softwarebasierten Noise. Stephan Dragesser (aka The Euphoric Hum) spielt eine präparierte Gitarre und einen Sampler. Die enstehenden Sounds und Samples verarbeitet er mit einem Modularsystem weiter. Das 2013 gegründete Liveprojekt Phirnis und The Euphoric Hum spielt Improvisationen, die viel Raum für Unvorhersehbares lassen. Es entstehen geräuschhafte Klangtexturen, die durchaus etwas traumhaft Entrücktes haben können. Live präsentieren Ginkel und Dragesser so etwas wie ein „akustisches Zwielicht“, einen mit dem Gehör begehbaren Zwischenraum, und oszillieren dabei unaufhörlich zwischen Geräusch, Ton, Klang und Musik.

Phirnis
Euphoric Hum

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14.03.2014
Institut für neue Medien (INM),Schmickstraße 18, 60314 Frankfurt – http://www.inm.de
Einlass 20:00, Beginn 20:30 – Eintritt: 5 Euro

Flyer 14.03.2014


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